Das goldene Kind

Das goldene Kind in uns

Das goldene Kind ist ein Archetyp in jedem von uns. Es beschreibt einen kindlich vertrauenden Teil der von unserer Geburt an in uns vorhanden ist. Dieser Teil nimmt alles wahr was um ihn herum geschieht. Für ihn besteht kein Zweifel, dass das Leben es gut mit uns meint. Das goldene Kind ist vertrauensvoll, hoffnungsvoll, liebevoll. Es lebt im Jetzt, macht sich keine Sorgen um das nächste Essen oder mögliche Gefahren. Es lebt ganz im Hier und Jetzt. Da es das Leben in der Gegenwart voll genießen kann, ist es glücklich und zufrieden. Es ist zugleich auch ein magisches Kind, das weiß dass die Pflanzen miteinander reden, das glaubt dass Wunder geschehen können. Am Anfang seines Lebens ist es frei von den gesellschaftlichen Konditionierungen.

Goldenes Kind und Erziehung

Im Laufe der Kindheit wird dieses goldene Kind immer mehr in Frage gestellt. Elternhaus und Umwelt prägen es, bringen ihm „Vernunft“ bei. Es lernt, dass die eigene Intuition nicht so viel zählt wie die Meinung des Kollektivs. Es passt sich an, ordnet sich unter, schränkt seine Wahrnehmung ein. Manchmal bleibt ihm nur Widerstand was dann als Entwicklungsverzögerung oder Störungsbild eingeordnet wird. Oder es passt sich an und vergräbt diesen Anteil immer mehr. Es geht ihm gut wenn es ein Umfeld hat, das ihm zuhört und glaubt. Ihm seine kindlich-magische Welt lässt ohne sie zu bewerten. Im schlimmsten Fall geht das goldene Kind im Laufe von Kindheit und Jugend verloren.

Goldenes Kind im Erwachsenenalter

Als Erwachsene haben wir die Möglichkeit, unser goldenes Kind in uns wieder zu entdecken. Oft braucht es Selbst- oder Therapieerfahrung, um auf diesen Anteil aufmerksam zu werden. Das goldene Kind eröffnet uns Erwachsenen den Zugang zur Welt der Wunder und der Magie. Wir können wieder Vertrauen in das Leben gewinnen, die Leichtigkeit des Jetzt genießen. Das goldene Kind ist unser innerer Schatz. Es sagt uns dann jeden Tag „du bist reich“.